Innerhalb und außerhalb der EU-Organe vertraut man OLAF, effizient auf neue Informationen über mögliche Unregelmäßigkeiten, Betrug oder Korruption zu reagieren. Der Umfang der beim Amt eingehenden Informationen hat stetig von 529 neuen Hinweisen im Jahr 2002 auf 886 im Jahr 2007 zugenommen. Ende 2007 war das OLAF mit der Untersuchung von insgesamt 408 Fällen beschäftigt. Der finanzielle Nutzen der OLAF-Arbeit für die europäischen Steuerzahler war wiederum erheblich. 2007 wurden nach Abschluss von OLAF-Fällen mehr als 200 Mio. EUR wieder eingezogen; die präventive Wirkung der Arbeit von OLAF dagegen kann nicht in Zahlen gefasst werden. Die Verwaltungskosten für das Amt selbst lagen bei rund 50 Mio. EUR.
2007 verfolgte das OLAF weiter seine Strategie der Konzentration auf größere und komplexe Betrugsfälle in den für den Haushalt der Union sensiblen Bereichen in und außerhalb Europas. Der Beitritt zweier neuer Mitgliedstaaten zur EU am 1. Januar 2007 führte zu einer weiteren Intensivierung der bereits laufenden Arbeit in diesen beiden Ländern. Eine noch engere Zusammenarbeit mit den rumänischen und bulgarischen Behörden bei der Bekämpfung des Betrugs zulasten der finanziellen Interessen der EU steht nach wie vor ganz oben auf der OLAF-Agenda.
Interne Untersuchungen
Ende 2007 untersuchte das OLAF 70 Fälle von Unregelmäßigkeiten innerhalb der EU- Organe und anderer Einrichtungen wie Agenturen. Dies entspricht 17 % sämtlicher zu diesem Zeitpunkt in Bearbeitung befindlichen Fälle.
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung erstellt einen Tätigkeitsbericht über seine unabhängigen operativen Maßnahmen des Vorjahres. Dieser Bericht ist nicht zu verwechseln mit dem zum gleichen Zeitpunkt veröffentlichten jährlichen Bericht der Europäischen Kommission über den „Schutz der finanziellen Interessen der Gemeinschaften und Betrugsbekämpfung“.
Beide Berichte sind über die OLAF-Website zugänglich
Alessandro Butticé
Referatsleiter Sprecherdienst, Kommunikation und Öffentlich-keitsarbeit
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