Weihnachten nach Abgeordneten-Art

Weihnachten erlaubt den Menschen, sich Zeit zu nehmen, die man mit anderen verbringt oder in der man Ruhe findet und sich erholen kann“, meint die bayerische FDP-Abgeordnete Nadja Hirsch. Wie sie sehen die meisten Europa-Abgeordneten die Weihnachtszeit trotz allen Trubels und aller Verlockungen durch Werbung und Konsum als eine Chance, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen

Für Nadja Hirsch verkörpert Matthäus 7,8 den Sinn des Weihnachtsfestes: „Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet."
Früher gab's an Weihnachten keine Geschenke
Die luxemburgische Christdemokratin Astrid Lulling erzählt, dass „in Luxemburg, als ich ein Kind war, Nikolaus viel wichtiger war als Weihnachten, jedenfalls was die Geschenke für uns Kinder anging. Wir bekamen nie Geschenke zu Weihnachten. Aber das hat sich natürlich geändert und leider ist Weihnachten immer stärker ein Anlass für Geschenke und für Konsum geworden".
Aber für Lulling ist Weihnachten „immer noch eine Zeit, die man zuhause verbringt, in der man Freunde trifft, die wie ich alleinstehend und ohne enge Familienangehörige sind."
Für Lullings griechischen Fraktionskollegen Ioannis Tsoukalas ist Weihnachten hingegen in erster Linie eine Familien-Angelegenheit. An Weihnachten kommt die ganze Familie an einem Tisch zusammen, diskutiert und schwelgt in Erinnerungen. „In meiner Familie lesen wir traditionell Dickens Weihnachtsgeschichte", fügt Tsoukalas hinzu.
Stille Weihnachten, ausgelassene Silvesterfeiern in Schottland
Alyn Smith (Grüne/ Freie Europäische Allianz) erzählt, dass für Schotten Weihnachten eine ruhige Zeit sei, die man mit Freunden und der Familie verbringt. Aber richtig ausgelassen gefeiert werde dann Hogmanay, das schottische Silvester. Für dieses typisch schottische Fest „kommen Schotten aus aller Welt in ihre Heimat und die ihrer Vorfahren zurück, trinken mit Verwandten und Freunden Whisky und essen unsere hervorragenden schottischen Spezialitäten" wie etwaBlack Bun (ein schottischer Früchtekuchen), erzählt Smith.
„Weihnachten ist eine Zeit zum Entspannen. Berufliche Anrufe nehme ich nicht entgegen, also rufen Sie mich am besten gar nicht erst an", so die schwedische Vorsitzende des Frauenausschusses Eva-Britt Svensson (Vereinigte Linke). „Ich habe drei Töchter und auch Enkel, daher kaufen wir Geschenke und verbringen Zeit zusammen. So halten wir das jetzt schon seit 38 Jahren."